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   Lokale und regionale Sozialforen in Deutschland
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Konzeptionen

Sozialforum als regelmäßiges Plenum

Es gibt wichtigen Unterschied zwischen SF als Plenum, das auch vertiefende Diskussion ermöglicht und dem SF als Event.

Das Plenum ist Debattenraum nicht nur einmal im Jahr an einem Wochenende, sondern möglichst kontinuierlich, weil es nötig ist, die Forderungen einzelner “Bewegungen” oder Protestakteure gegeneinander zu diskutieren und zu klären, was davon widerspricht sich und was ist kompatibel und bietet Möglichkeiten gemeinsamen Handelns. So eine Debatte lässt sich nicht an einem Wochenende führen.

Auf lokaler Ebene ist es besonders schwierig, die “reine Lehre” des offenen Raums zu vertreten, weil ständiger politischer Handlungs'zwang'. Debattenraum in der Mitte, vor allem im Plenum, aber auch in AGs, die aber auch aktiv werden können (also auf der Grenze zwischen Debatten-Raum und Aktionen (als Akteur).

Wenn sich im Plenum was ergibt, das an AG delegieren. Frage/Problem: Das Plenum muss sich auch reproduzieren. Man muss vereinbaren, dass die AGs regelmäßig an das Plenum zurückgekoppelt werden (zumindest Berichte). AGs und KO-Gruppen riechen immer auch nach Macht und Profilierung. Einwand: wenn man keine Entscheidungen trifft, kann man auch nichts machen.

Sozialforum als jährliches Event

Problem bei dem Plenums-Ansatz: „Nicht politisch Aktive können kaum mitmachen. Erfahrung nötig.“ (Erfahrungsbericht auf dem Vernetzungstreffen im Januar 2006). SF als Event kann hingegen einen größeren Kreis von Menschen ansprechen.

Dabei ist die Vorbereitungsgruppe einer eher geschlossene Gruppe von Leuten (auch wenn prinzipiell offen, de facto auf kleinen Kreis beschränkt), denn es müssen auch irgendwelche Vorgaben machen. Frage danach, wie durch solche OrganisatorInnen auch eine Hierarchie entsteht. Antwort: Es geht nicht um Außenrepräsentation, sondern um Leute, die den Raum zur Verfügung stellen. Auf SF als Event muss sich was ergeben, das eine Kraft hat, dass mensch ein Jahr mit den Leuten daran arbeiten kann und das nächste SF auf höherem Level weitermachen.

Aus dem Sozialforum heraus können Aktionen und Alternativen entstehen; es gibt auch Gruppen, die dies inhaltlich vorbereiten. Konsens in einem Offenen Raum kann es gar nicht geben, weil man gar nicht weiß, wer überhaupt drin ist. Presse in Bremen hat immer die “grauen Herren” gesucht, die Macher und die Pressesprecherin musste vehement den offenen Raum erklären. Ein Prinzip, das die Presse nicht so recht verstehen konnte. Schwer zu vermitteln.

Versammlung der sozialen Bewegungen

Auf der Lokalen Ebene gibt es keine Notwendigkeit, die Versammlung sozialer Bewegungen und das SF in zeitlicher Nähe zu machen. SF sollte nicht überlastet werden, sondern eher Vielfalt auch der Aktionsmöglichkeiten befördern und punktuelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen ermöglichen. Versammlung sozialer Bewegungen sehr problematisch, weil nach außen überhaupt nicht sichtbar und verständlich. Das Logo des SFiD bei der Aktionskonferenz im November 2005 (die sich als Nachfolgerin der Versammlung der sozialen Bewegung in Erfurt verstand) in Frankfurt war so problematisch, denn das war keine Veranstaltung des Sozialforums in Deutschland.

(Aus dem Protokoll des 1. Treffen der lokalen Sozialforen)

 

Aus , gedruckt am: Mo, 17.06.2019 ©
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