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   Lokale und regionale Sozialforen in Deutschland
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1. Treffen der Lokalen Sozialforen in Deutschland

27. Januar 2006 (Beginn: 19 Uhr) bis 29. Januar 2006 in Bremen

Nachdem die Weltsozialforen in Mumbai und Porto Alegre zu einem wichtigen Kristallisationspunkt der globalisierungskritischen Bewegung geworden sind, folgten kontinentale, nationale, regionale und auch lokale Foren. In Deutschland gibt es ca. 50 lokale Sozialforen. Sie sind unterschiedlich organisiert: einige mit regelmäßigen Plena, andere als jährliches Event. Viele verstehen sich im Sinne der Charta von Porto Alegre als offener Raum. Andere treten auch als Akteur auf und organisieren Aktionen: die Proteste gegen Hartz IV wurden auch maßgeblich von Sozialforen getragen. Nach dem Abflauen dieser Proteste stellt sich die Frage: Wie weiter?

  • Geht es darum, die Sozialforen inhaltlich und politisch weiter zuzuspitzen, um zu pointierteren Aktionen zu kommen?
  • Oder geht es darum, mit Hilfe des Open-Space-Konzeptes die neoliberale Hegemonie für eine größere Bandbreite gesellschaftlicher Kräfte, Initiativen und Organisationen diskutierbar zu machen? Oder vielleicht sogar beides?
  • Können wir auf den Sozialforen selbst bereits mögliche Inhalte und Formen „einer anderen Welt“ vorwegnehmen? Können wir neben der Makroebene der großen Debatten und Aktionen auch die Mikroebene der Gestaltung von Alltag und sozialen Netzen ins Blickfeld rücken?
  • Sollen die lokalen Sozialforen stärker beim „Sozialforum in Deutschland“ mitwirken? Oder sich eher im Sinne einer Glokalisation (global denken, lokal handeln) auf die lokalen Brennpunkte und regionale Foren konzentrieren?
  • Das Treffen der lokalen Sozialforen soll mit einem Erfahrungsaustausch der lokalen Sozialforen beginnen, um dann die sich ergebenden Fragen (obige Fragen als Anregung) zu diskutieren und Ideen für die zukünftige Praxis zu entwickeln. Da, wo es verschiedene Ansätze gibt, könnten sie klar zugespitzt und für eine weitere Diskussion benannt werden, um eine gegenseitige kritische Begleitung (Evaluation) zu ermöglichen. Alles natürlich unter dem die Bewegung auszeichnenden Konsensprinzip, das das Gemeinsame hervorhebt, d.h. keine Abstimmungen und Abschlussresolutionen, sondern eher ein Reader mit den vielfältigen Ergebnissen.
Das Treffen ist gedacht für die in lokalen Sozialforen Aktiven und solche, die es werden wollen.

Kontakt:      Till (Initiative zur Vorbereitung des Bremer Sozialforums - Email: orga@lokale-sozialforen.de)

 

Aus , gedruckt am: Fr, 24.11.2017 ©
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